In jedem RYMHART Troyer stecken bis zu 50 Kilometer Faden, die Wolle von mindestens zwei Schafen und das Wissen aus fast 80 Jahren Strickerei. Dieser Artikel zeigt Dir jeden Fertigungsschritt – vom Rohgarn bis zum fertigen Troyer im RYMBAG. Alles passiert unter einem Dach in Stade.
Wie alles begann – aus Passion entstanden
Die Geschichte des RYMHART Troyers beginnt nicht mit einem Businessplan, sondern mit einem Problem: Karl Frank Siegel, Inhaber der Manufaktur Karl Siegel in Stade, war viel draußen unterwegs – mit seiner Frau, den Hunden, im Wald, auf dem Wasser. Und er hatte nie einen Pullover, der wirklich taugte. Also tat er, was naheliegt, wenn man eine eigene Strickerei hat: Er baute sich selbst einen.
„Ich habe meine größte Maschine genommen und so viel Garn verstrickt, wie ich reinkriegen konnte – mehr gibt die Maschine nicht her. Und dann ewig herumprobiert mit dem Reißverschluss, dass der in Salzwasser standhält. Einfach nur aus Passion, mir mal einen Pullover zu bauen, den es besser nicht gibt."
Daraus ist RYMHART entstanden. Ein Name, der auf einen alten Seemannsspruch zurückgeht – „das raume, weite Herz" – und der für eine Philosophie steht, die heute aktueller ist denn je: nicht immer neu kaufen und wegschmeißen, sondern einmal richtig bauen. Wenn der Troyer nach Jahren mal Gebrauchsspuren zeigt, kommt er zurück nach Stade, wird repariert und aufgefrischt. Er soll Generationen lang halten, so die Hoffnung.
Die Wolle – 100 % Natur, ohne Kompromisse
Alles beginnt mit der Wolle. Und hier gibt es keine Abkürzung: Jeder RYMHART Troyer besteht zu 100 % aus reiner Wolle. Kein Polyester, kein Elasthan, kein Mischgewebe. Das ist bewusst so – denn zur Klimatisierung unserer Haut gibt es nichts Besseres als reine Wolle. Sie reguliert Feuchtigkeit und Wärme über die Jahreszeiten hinweg, ist vollständig biologisch abbaubar und hält bei guter Pflege länger als jede andere Faser.
Zwei Wollqualitäten für drei Troyer
Für die schweren Troyer verwenden wir ein Garn mit 26 Mikrometer Haarstärke – eine robuste Schurwolle, die aus Südamerika stammt, vornehmlich Argentinien, ein wenig auch aus Uruguay. Diese Wolle wird in Italien gesponnen und gefärbt: azofarbstofffrei, ohne Avivagen, ohne Schwermetalle.
Für den leichten Troyer setzen wir auf extrafeine Merinowolle mit 19 Mikrometer – so fein, dass sie nicht auf der Haut kratzt. Diese Wolle kommt ausschließlich aus Neuseeland und der südlichen Mongolei. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat eine Stärke von etwa 50 Mikrometer – unsere feine Merinowolle ist also weniger als halb so dick. Welche der beiden Wollarten wann die bessere Wahl ist und was sie unterscheidet, liest Du im Vergleich Schurwolle oder Merinowolle.
Die Fliegenmaden, die Mulesing erforderlich machen würden, kommen in Südamerika und der Mongolei nicht vor. In Neuseeland, wo die Fliege noch vorkommt, besteht ein gesetzliches Verbot für Mulesing. Warum nicht deutsche Wolle? Sie ist für unsere Zwecke zu grob. Das Besondere an unseren Produkten ist die Verarbeitung vergleichsweise feiner Garne zu sehr dichtem Gestrick – das geht nur mit bestimmten Wollqualitäten.
Was Wolle kann – und Synthetik nicht
Reine Wolle speichert Wärme durch die in der Faser eingeschlossene Luft und ist zu hundert Prozent biologisch abbaubar. Sie besitzt antistatische Eigenschaften und ist nur schwer entflammbar – am Lagerfeuer keine Funken, die Löcher in Deinen Pullover schmelzen. Die Wolle jedes RYMHART-Stücks besitzt selbstreinigende Eigenschaften durch das wolleigene Fett (Lanolin): Aufgenommene Gerüche und Feuchtigkeit werden automatisch an die Luft abgesondert.
Dabei kann Wolle im Inneren ihrer Faser rund ein Drittel ihres Trockengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich äußerlich feucht anzufühlen. Wie Wolle funktioniert, ist kein Geheimnis – aber die Unterschiede zu Synthetik sind vielen nicht bewusst. Ein Baumwollpullover braucht nach jedem Tragen eine Wäsche. Ein Polyester-Pullover fängt nach Stunden an zu riechen und setzt bei jeder Wäsche Mikroplastik frei. Ein Troyer aus reiner Wolle? Lüften statt Waschen genügt – und spart Wasser, Energie und Verschleiß.
Dass ein schwerer Troyer an die zwei Kilo wiegen kann, liegt an der sehr dichten Verarbeitung: Rein rechnerisch stecken in jedem schweren Troyer bis zu 50 Kilometer Faden – das entspricht ungefähr der Strecke von Stade nach Hamburg. Mindestens zwei Schafe geben dafür ihre gesamte Jahresschur.
Schritt für Schritt – so entsteht Dein Troyer
Jeder RYMHART Troyer entsteht komplett unter einem Dach: in unserer Manufaktur Karl Siegel in Stade. Strickerei, Näherei, Qualitätskontrolle, Versand – alles hier, alles in Deutschland. Seit fast 80 Jahren. Im Folgenden zeigen wir Dir jeden einzelnen Fertigungsschritt.
Stricken – 25 Fäden für ein Teil
Im ersten Schritt werden die einzelnen Teile des Troyers auf unseren Flachstrickmaschinen gestrickt. Beim schweren Troyer laufen 25 Fäden gleichzeitig in ein Teil – 5 davon bilden das eigentliche Gestrick im Perlfangmuster, die übrigen 15 sind jeweils im Umbruch an den Bündchen, am Saum und an den Ärmeln verarbeitet. Dort wird ein spezieller Zwirn platziert, der für Stabilität sorgt – denn genau an diesen Stellen entsteht durch Bewegung die größte Belastung.
Das Perlfangmuster ist die traditionelle Troyer-Masche: eine Doppelmasche, bei der zwei Maschen auf einer Nadel aufliegen. Visuell entsteht der Effekt von aneinandergereihten Perlen. Der Vorteil: Die Doppelmasche schließt besonders viel Luft ein – und diese Luft ist der eigentliche Isolator. Je mehr Luft in der Masche, desto besser die Wärmeleistung. Gleichzeitig bleibt das Gestrick elastisch und dehnbar, ganz ohne Elasthan.
Beim leichten Troyer wird dasselbe Perlfangmuster verwendet, aber 2-fädig mit dem deutlich feineren Merinogarn (Nm 48/2 statt Nm 28/2) – ein filigranerer Prozess, der engere Toleranzen erfordert.
Dämpfen – die Masche beruhigen
Nach dem Stricken geht jedes Teil in die Dämpfanlage. Die Masche wird bei 50 °C mit Dampf behandelt und anschließend mit ca. 200 g/qm Quelldruck belegt. Was passiert: Die Masche, die durch den Strickvorgang unter Spannung steht, wird in ihrer Form beruhigt und fixiert. Danach liegt sie glatt und gleichmäßig – bereit für den nächsten Schritt. Ohne diesen Prozess würde sich das Gestrick nach dem Zuschnitt verziehen.
Zuschnitt – jedes Teil einzeln
Im Zuschnitt wird jedes Teil einzeln geschnitten – kein Stapelschnitt, keine Massenproduktion. Jede Größe hat ihre eigene Schablone, jede Schablone ist einzeln konstruiert, nicht einfach hoch- oder runterskaliert. Die Proportionen stimmen in jeder Größe, weil jede Größe einzeln entwickelt wurde. Der Zuschnitt bestimmt die spätere Passform – hier wird die Grundlage gelegt für einen Troyer, der sitzt.
Ketteln – Masche für Masche zusammennähen
Das Zusammennähen erfolgt auf einer Kettelmaschine – und das ist der Schritt, der RYMHART von nahezu allen anderen Herstellern unterscheidet. Beim maschengenauen Ketteln werden zwei Maschenwarenkanten Masche für Masche miteinander verbunden. Das wird in der Textilindustrie kaum noch gemacht, weil es extrem zeitaufwändig und kostspielig ist.
Das Ergebnis: Die Nähte sind flach, elastisch und nahezu unsichtbar – sie tragen nicht auf, scheuern nicht und halten. Sämtliche Seiten- und Bündchennähte werden nach diesem Verfahren gefertigt. Du kannst Deinen RYMHART getrost als Exoten bezeichnen, denn die maschengenaue Kettelnaht steht auf der Liste der bedrohten Naht-Arten.
Schulterband – die innere Sicherheit
An jeder Schulternaht wird ein Baumwollband eingearbeitet. Klingt nach einem kleinen Detail – hat aber große Wirkung: Es verstärkt die Schulterpartie, an der das gesamte Gewicht des Troyers hängt. Bei einem schweren Troyer sind das bis zu 2 Kilo. Ohne dieses Band würde die Naht mit der Zeit ausleiern – auf dem Bügel wie am Körper.
Bündchen – zwei Lagen für jede Lebenslage
Alle Bündchen bestehen aus zwei Lagen Gestrick – die Ein- und Ausgänge des Troyers werden praktisch doppelt bewacht. Die Nähte, an denen die Stofflagen zusammengeführt werden, sind elastisch: Sämtliche Bündchen liegen eng an und leiern selbst nach langem Tragen nicht aus.
Beim schweren Troyer kommt eine spezielle Verstärkung im Umbruch des Saums dazu – eine sogenannte Plattierung: Acht Reihen Zwirn liegen zweifädig auf der linken Seite der Masche. Das verhindert das Durchscheuern genau an der Stelle, an der durch Bewegung die größte Belastung entsteht.
Beim leichten Troyer ist das Bündchen im Umbruch umgeklappt und 2-lagig, die hintere Lage ist speziell gestrickt zur Spannkrafterhöhung.
Der Zipper – vertrau ihm, der hält dicht
Der Reißverschluss kommt vom Schweizer Traditionshersteller riri und besteht aus Messing. Aber nicht einfach Messing: Das Messing wird zunächst vernickelt und dann erst verchromt. Warum? Weil Chrom direkt auf Messing mit der Zeit abgeht. Vernickelt man Messing hingegen, hält das Chrom auf dem Nickel einwandfrei – und hat ewig Bestand. Chrom ist salzwasserfest und bleibt glatt.
In der Entwicklungsphase wurde der Zipper über ein Jahr lang im wöchentlichen Wechsel mit Salzlake, Trockenheit und Regenwasser konfrontiert – und hat es mit Bravour bestanden.
Entscheidend ist aber, wie er eingebaut wird: beidseitig verdeckt in extra angefertigte Kettelblenden, quasi unter Putz verlegt. Von außen pfeift kein Wind durch (keine Kältebrücke), von innen liegt kein kaltes Metall auf der Haut. Und Bartträger freuen sich, dass sich keine Haare im Zipper verfangen. Die Griffplatte aus Neusilber (Packfong) mit RYMHART-Logo rundet das Detail ab.
Der Kragen – ein Fels in der Brandung
Er ist DAS Erkennungsmerkmal des Troyers: der Zippkragen. Bereits im vorletzten Jahrhundert fand der Wollpullover nicht zuletzt aufgrund des hohen Kragens bei Matrosen und Fischern eine große Anhängerschaft – und die Gründe liegen auf der Hand.
Der Kragen ist doppelt patent gestrickt und tief bis auf die Brust eingesetzt. Das sorgt für Stabilität – auch für den Zipper. Beim schweren Troyer steht er praktisch von alleine, exakt bis unter die Nase. Zwei Lagen Gestrick wehren jeglichen Wind ab und schaffen ein ausgezeichnetes Wärmepolster im Brustbereich. Der Zipper ist speziell in den Kragen eingenäht, sodass dieser ihn komplett verdeckt – außen wie innen.
Das Schweißblatt – Wärme von Achtern
Das Schweißblatt legt sich wie ein freundschaftlicher Arm von innen um die Schultern des Trägers. Es besteht aus dem gleichen feinen Gestrick wie unsere Merino-Shirts und erfüllt zwei Aufgaben: Im Nackenbereich ermöglicht es eine zusätzliche Klimatisierung, und gleichzeitig dient es dem eingenähten Stoffschild mit der Seriennummer als solide Basis. Die halbrunde Naht im Nackenbereich ist für Kenner ein Verarbeitungsmerkmal, das für RYMHART-Qualität steht.
Futter – nur beim gefütterten Troyer
Beim gefütterten Troyer kommt ein weiterer Fertigungsschritt hinzu: Das Innenfutter aus 100 % mercerisierter ägyptischer Baumwolle (ca. 200 g/qm) wird eingenäht. Durch Merzerisation – ein spezielles Veredelungsverfahren – wird die Baumwolle fester, formstabiler und bekommt einen leichten Glanz. Das Futter nimmt Körperfeuchtigkeit auf und transportiert sie an die außenliegende Wolle, die sie verdunsten lässt. Wolle und Baumwolle arbeiten als Team – das Ergebnis ist ein Troyer, der noch windundurchlässiger ist und eine zusätzliche Klimatisierungsschicht bietet.
Seriennummer, Zertifikat und RYMBAG
Jeder fertige Troyer bekommt seine eigene Seriennummer und ein Zertifikat. Damit lässt sich jedes Stück nachvollziehen – wer hat ihn, was wurde gemacht, und wenn er zur Reparatur zurückkommt, können wir seine Geschichte lückenlos nachverfolgen.
Ausgeliefert wird jeder Troyer im RYMBAG – einem stabilen Seesack aus 100 % ungefärbtem Baumwoll-Canvasgewebe mit Hanfseil und Messingösen, entwickelt und gefertigt in der hauseigenen Segelmacherei. Das RYMHART-Logo wird im Siebdruckverfahren aufgebracht. Der RYMBAG ist kein Verpackungsmüll – er ist ein Dauerbegleiter, der genauso viel mitmacht wie der Troyer selbst.
Das Strickmuster: Perlfang – die Troyer-Masche
Traditionell wird der Troyer im so genannten Perlfangmuster gestrickt. Dieses Strickmuster macht nicht nur optisch einen wertigen Eindruck – es bringt Eigenschaften mit sich, die Troyer-Fans seit jeher zu schätzen wissen.
Das Geheimnis liegt in der Doppelmasche, bei der zwei Maschen auf einer Nadel aufliegen. Die Beschaffenheit der Struktur verleiht dem Gestrick zusätzliches Volumen. Durch ihre Engmaschigkeit begünstigt sie, neben der natürlichen Röhrenstruktur der Wolle, zusätzlich die Wärmeisolierung. Und das Gestrick bleibt elastisch und dehnbar – ohne Zusatz von Elasthan. Der Troyer passt sich Deinem Körper an wie eine zweite Haut und wird im Laufe der Zeit eingetragen sein wie ein gutes Paar Schuhe.
Beim leichten Troyer verwenden wir dasselbe Perlfangmuster, aber mit dem deutlich feineren Merinogarn: 2-fädig statt 5-fädig, Nm 48/2 statt Nm 28/2. Das Ergebnis ist ein feineres, leichteres Gestrick – aber mit derselben Grundstruktur und denselben klimatischen Vorteilen.
Das gleiche Perlfangmuster wenden wir auch bei den groben Mützen und den schweren Wolljacken an. Die feinen Mützen sind deutlich feiner gestrickt, aber doppelt gelegt.
Drei Troyer-Modelle im Überblick
Alle drei Troyer werden in Stade gefertigt, alle drei im Perlfangmuster gestrickt, alle drei mit dem gleichen Zipper, Kragen und Verarbeitungsanspruch. Der Unterschied liegt im Material, im Gewicht und in der Ausstattung.
Material: 100 % Merinowolle extrafein, 19 µ, Nm 48/2 | Gestrick: Perlfang, 2-fädig, ca. 487 g/qm | Gewicht: ca. 550 g (XS) bis 800 g (XXL) | Farben: Stein, Graphit, Petrol, Marine | Weich auf der Haut, ganzjährig tragbar, ideal als Allrounder und Midlayer.
Zum Produkt
Material: 100 % reine Schurwolle, 26 µ, Nm 28/2 | Gestrick: Perlfang, 5-fädig, ca. 1.100 g/qm | Gewicht: ca. 1.250 g (XS) bis 1.800 g (XXL) | Farben: Stein, Graphit, Schwarz, Teak Melange, Ocean, Marine, Eibe Melange | Der Klassiker – schwer, dicht, maximal atmungsaktiv.
Zum Produkt
Material: 100 % reine Schurwolle, 26 µ, Nm 28/2 | Futter: 100 % Baumwolle (mercerisiert), ca. 200 g/qm | Gestrick: Perlfang, 5-fädig, ca. 1.100 g/qm | Gewicht: ca. 1.400 g (XS) bis 2.100 g (XXL) | Farben: Stein, Graphit, Schwarz, Teak Melange, Ocean, Marine, Eibe Melange | Maximale Wärmeleistung und Windschutz.
Zum Produkt
Ab und zu legen wir den Troyer als limitierte Sonderedition auf – in besonderen Farben oder Garnen und in kleiner Stückzahl. Solche Modelle gibt es nur, solange der Vorrat reicht. Damit Du keinen Drop verpasst, kündigen wir jede neue Limited Edition zuerst in unserem Newsletter an. Alle aktuell verfügbaren Modelle findest Du in der Troyer-Übersicht.
Newsletter abonnierenNachhaltigkeit – gebaut für Generationen
Wir leben in einer Zeit, in der Kleidung zu einem Wegwerfartikel geworden ist. Karl Frank Siegel bringt es auf den Punkt: „Das halten wir für kein zukunftsfähiges Konzept – und unseren Kindern kann man diesen ganzen Müll auch nicht zumuten."
Die Antwort von RYMHART ist konsequent: Wir bauen Kleidung, die hält. Ein Troyer soll Generationen überdauern. Das ist kein Marketing, das ist das Ziel, mit dem jede Designentscheidung getroffen wird. Die Zwirnverstärkung in den Bündchen, die Kettelnähte, der verchromte Messingreißverschluss, die Schulterbänder – jedes Detail dient der Langlebigkeit.
Und wenn der Troyer nach Jahren doch Gebrauchsspuren zeigt? Dann kommt er zurück nach Stade. In unserer hauseigenen Näherei kümmern wir uns um Auffrischung und Reparatur. Wer sich irgendwann doch von seinem RYMHART trennen möchte, kann ihn über unsere Inzahlungnahme zurückgeben – oder ihn theoretisch auch guten Gewissens auf den Kompost legen. 100 % Wolle ist 100 % biologisch abbaubar.
Pflegeleicht von Natur aus: Lüften statt Waschen genügt oft. Das spart Wasser und Energie. Wenn es doch mal nötig ist, findest Du alles in unseren Pflegehinweisen. Unser Waschmittel mit Lanolin pflegt die Wollfasern und erhält ihre natürlichen Eigenschaften – selbstreinigend, klimatisierend, geruchshemmend.
Troyer entdecken
Drei Modelle, ein Anspruch – Made in Germany, komplett in Stade. Finde Deinen Troyer.
Alle Troyer ansehenHäufig gestellte Fragen zur Troyer-Fertigung
Komplett in unserer Manufaktur Karl Siegel in Stade – Strickerei, Näherei, Qualitätskontrolle und Versand unter einem Dach. Seit fast 80 Jahren. Die Wolle wird in Italien gesponnen und gefärbt, die Verarbeitung zum fertigen Troyer passiert ausschließlich in Deutschland.
Weil in jedem schweren Troyer bis zu 50 Kilometer Faden stecken und das Gestrick eine Dichte von 1.100 g/qm erreicht. Das liegt am Perlfangmuster mit seiner Doppelmasche und an der 5-fädigen Verarbeitung. Das Gewicht ist kein Nachteil – es ist der Grund für die außergewöhnliche Wärmeleistung und Windabweisung. Je dichter die Masche, desto mehr Luft wird eingeschlossen, und Luft ist der beste Isolator.
Beim maschengenauen Ketteln werden zwei Maschenwarenkanten Masche für Masche miteinander verbunden – nicht einfach übereinander genäht, sondern präzise ineinander gehängt. Das Ergebnis sind flache, elastische Nähte, die nicht auftragen und nicht scheuern. In der Textilindustrie wird dieses Verfahren kaum noch angewendet, weil es extrem zeitaufwändig und teuer ist. Bei RYMHART sind sämtliche Seiten- und Bündchennähte so gefertigt.
Die Spinnereien für die feinen Garnqualitäten, die wir benötigen, befinden sich in Italien – dort hat das Spinnen und Färben von Kammgarn eine jahrhundertealte Tradition. Unsere Wollqualitäten (19 µ und 26 µ) werden dort azofarbstofffrei und ohne Avivagen veredelt. Die Wolle selbst kommt aus Südamerika (Schurwolle) und Neuseeland/Mongolei (Merinowolle) – deutsche Schafwolle ist für unsere Zwecke zu grob.
Nach dem Stricken steht die Masche unter Spannung – das Gestrick würde sich ohne Behandlung verziehen. Beim Dämpfen wird jedes Teil bei 50 °C mit Dampf und ca. 200 g/qm Quelldruck behandelt. Das beruhigt die Masche in ihrer Form und fixiert sie. Danach liegt das Gestrick glatt und gleichmäßig und kann sauber zugeschnitten werden.
Ja – und genau dafür ist er gebaut. In unserer hauseigenen Näherei in Stade kümmern wir uns um Auffrischung und Reparatur: Refresh, Ziehfäden, Ausbesserungen, neue Reißverschlüsse. Nach einer Begutachtung bekommst Du einen Kostenvoranschlag, erst nach Deiner Freigabe wird gearbeitet. Das Ziel: Dein Troyer soll Generationen halten – nicht nur eine Saison.
Beide werden im Perlfangmuster gestrickt, aber mit unterschiedlichen Garnen und Einstellungen. Der schwere Troyer verwendet 5 Fäden mit 26-µ-Schurwollgarn (Nm 28/2) – das ergibt ein Gestrick von ca. 1.100 g/qm. Der leichte Troyer wird 2-fädig mit 19-µ-Merinogarn (Nm 48/2) gestrickt und kommt auf ca. 487 g/qm. Die Verarbeitungsschritte (Dämpfen, Zuschnitt, Ketteln, Zipper, Kragen) sind identisch – nur das Futter entfällt beim leichten Modell.



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